Transrapid auf der Bremsspur

Heute hat der Bund der Steuerzahler sein neues Schwarzbuch veröffentlicht und zahlreiche Beispiele aufgeführt. Passend dazu sind die Pläne der bayerischen Staatsregierung, die ja unbedingt ihren Transrapid gegen den Willen von OB Christian Ude durchboxen möchte. Während der Transrapid von Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen rund 1,85 Mrd. Euro kosten soll, würde eine Express-S-Bahn lediglich ca. 500 Mio. Euro kosten. Zudem würde die S-Bahn-Lösung die Verkehrssituation in der Region wesentlich mehr verbessern als der Transrapid. Für ein reines Prestigeprojekt soll also mehr als das Dreifache ausgegeben werden, mal ganz abgesehen von den Sicherheitsbedenken nach dem Unglück vom letzten Freitag.

Hoffnungsschimmer für die Vernunft ist das Ultimatum, das ThyssenKrupp jetzt gestellt hat:

Binnen 18 Monaten müsste eine endgültige Entscheidung über den Bau der Transrapid-Strecke in München fallen, andernfalls würde die Technologie nach China verkauft.

Wenn sich die Streiterei noch so lange hinzieht, könnte sich das Problem mit Glück also von selbst erledigen.

3 Gedanken zu „Transrapid auf der Bremsspur“

  1. Ich denke nicht das sich das von allein erledigt, die kommen wieder auf den letzten Drücker damit das sie das angeblich dringend brauchen *gelaber* aber ist ja nicht das erste Millionenloch

  2. Haben wir nicht irgendwie alle mehr oder weniger unsere „Prestigeobjekte“? Je weiter man oben steht um so teurer und unsinniger sind sie. Dieser „Gedanke“ soll aber keine Legitimation für das irrsinnige Wahnsinnsprojekt unserer bay. Staatsregierung sein.

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