TrueCrypt 5.0

Die neue Version des Verschlüsselungstools TrueCrypt 5.0 bringt zwei entscheidende Neuerungen mit, die bisher gefehlt hatten. Zum einem bietet der Traveller Mode für USB-Sticks jetzt die Möglichkeit, USB-Sticks zu verschlüsseln. Das ging zwar bisher auch, doch war auf einem Fremdrechner die Software nicht installiert, konnte man dort die Daten nicht lesen, was den Mobilitätsvorteil von USB-Sticks irgendwie zunichte machte. Zum anderen können jetzt auch ganze Partitionen incl. Systempartition verschlüsselt werden.

Vorallem auf letzteres habe ich schon lange gewartet und so habe ich heute die Platte meines Notebooks komplett mit AES verschlüsselt. Nach der Installation führte mich der Assistent Schritt für Schritt. Zuerst wurde das System auf Eignung getestet, dann ein Passwort abgefragt. Die Software empfiehlt ein Passwort mit mindestens 20 Zeichen, keine einfachen Wörter und dafür möglichst viele Sonderzeichen. Nur dann macht die Geschichte auch Sinn. Maximal können 64 Zeichen als Passwort angegeben werden. Natürlich kann sich kein Mensch 64 Sonderzeichen merken, daher sollte jeder für sich entscheiden, wie sicher er gehen möchte. Vielleicht kennt sich ja jemand aus, wie lange man mit einem Superrechner braucht, um per Brute-Force-Attacke eine Passwort mit 25 (Sonder-) Zeichen zu knacken.

TrueCrypt 5.0

Nach der zweimaligen Angabe des Passwortes wird noch eine Recovery-CD erstellt, bevor ein Neustart nötig ist. Nun wird zum ersten Mal das Bootpasswort abgefragt wird. Erst anschließend kann der Verschlüsselungsvorgang gestartet werden, der das System für eine Weile lahm legt. Für die 120 GB meines Esprimo U9200 brauchte das Programm rund zwei Stunden. Im Normalbetrieb merke ich nun aber keine Verlangsamung des Systems oder eine andere Einschränkung. Nur eben wird bei jedem Neustart des Notebooks das Passwort abgefragt.

Bei der Netzwelt gibt es übrigens auch eine Anleitung mit ein paar Screenshots. Das Programm gibt es im Downloadbereich der Homepage von TrueCrypt.

2 Gedanken zu „TrueCrypt 5.0“

  1. Aufpassen solltest du, wenn du Adobe Produkte (CS2 aufwärts) benutzt. Deren Kopierschutz von Macrovision schreibt ungefragt seine Lizenzdaten in Sektor 32 auf der Platte, was Truecrypt zuverlässig kaputt macht (Rescue-CD nötig). Ich hab es selbst mit Rescue-CD nicht mehr geschafft die Platte wieder zu entschlüsseln (Lesefehler beim Entschlüsseln).

    Vorsicht ist also geboten, vorher Backup anfertigen kann nichts schaden (und regelmäßig danach).

  2. Einer vom TrueCrypt Forum hat an Adobe geschrieben und folgende Antwort erthalten. Ich würde vorschlagen, dass jeder Betroffene ein „Feature Request“ auf der Adobe-Seite hinterlässt.

    ——
    Thank you for writing to Adobe Technical Support.

    I understand that you are encountering issues when running any CS3
    application along with 3rd party encryption software.

    Let me start off with all CS3 applications were design to install
    run on mainstream systems, meaning systems that do not have such
    high levels of security encryption.

    However this would be a good feature request for future update/versions.
    I suggest submitting a feature request thru our feature request form.
    Please follow the link below

    Feature Request/Bug Report Form
    http://www.adobe.com/cfusion/mmform/index.cfm?name=wishform

    I hope this information helps. If you encounter a new issue, you can
    file a new case on the Adobe Support Portal at:

    http://www.adobe.com/go/supportportal

    Thank you for choosing Adobe.

    Regards,

    Technical Support Engineer
    Adobe Systems, Inc.

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