Unterdrückung kontra Terror

Ethnische Minderheiten gibt es in vielen Ländern. Oft werden sie unterdrückt und/oder von der Staatsregierung gegängelt und benachteiligt. Von Dafur bis Tibet, von Baskenland bis Kongo – überall gibt es mehr oder weniger blutige Konflikte.

Das angestammte Siedlungsgebiet der Kurden erstreckt sich von der Osttürkei über Syrien und Irak bis in den Iran. Auch wenn in jedem dieser Länder die Kurden schon verfolgt und unterdrückt wurden, in Deutschland verbindet man das „Kurdenproblem“ vorallem mit der Türkei. Dort werden sie schon immer schlecht behandelt, unterdrückt und teilweise verfolgt. Die türkische Regierung sieht das natürlich anders, kein Wunder schließlich leugnet sie ja auch bis heute den Völkermord an den Armeniern.

So hätte man als Deutscher eigentlich Mitleid mit den Kurden, wäre da nicht ein entscheidender Faktor. Wie so oft, gibt es auch bei den Kurden eine militante Gruppierung, die auf Terror und Gewalt setzt. Nicht umsonst ist daher die PKK als terroristische Gruppe verboten worden. Sicherlich will der Großteil der kurdischen Bevölkerung einfach nur ein einfaches Leben in bescheidenen Verhältnissen führen und hat mit Gewalt nichts am Hut. Das Bild im Rest der Welt wird aber nur durch die Anschläge der PKK geprägt. Und wenn jetzt nun schon eine Woche lang drei deutsche Bergsteiger in Gefangenschaft einer PKK-Splittergruppe sind, wird das vielleicht am Ende ein wenig Lösegeld und Aufmerksamkeit bringen, den Kurden  erweist die PKK damit aber einen Bärendienst. Die Weltöffentlichkeit bringt man durch solche Aktionen nur auf die Seite der Türken und legitimiert damit quasi weitere Militäraktionen der türkischen Armee.

Ein Gedanke zu „Unterdrückung kontra Terror“

  1. Wenn ich es richtig mitgekriegt habe dann sind für die Entführung nicht „die PKK“ verantwortlich sondern halt Kurden, die meinen etwas für die PKK zu erreichen, oder schlicht Lösegeld erpressen wollen. Nicht umsonst verhält sich die PKK-Führung so seltsam, wenn es um die Sache geht.
    Aber es funktioniert halt immer wieder: Stelle die unterdrückte Gruppe von Menschen so an die Wand, dass sie keinen Ausweg mehr sehen und es wird ein paar geben, die zu randalieren beginnen. Sie haben ja nix mehr zu verlieren und schon kann man die ganze Gruppe als „Terroristen“ brandmarken und noch besser verfolgen.
    Wieso erinnert mich das Spielchen immer mehr ans Mittelalter? Da hießen die Terroristen halt „Hexen“…

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