Urheberrechtsschutz ist pervers

Bei Lapidarium42 habe ich einen Hinweis der Fotocommunity gefunden:

Wir müssen darauf hinweisen, dass wir Fotos der Glaspyramide im Innenhof des Louvre nicht mehr in der fotocommunity zulassen können. Die Nutzung von Bildern der Louvre-Pyramide unterliegt dem Urheberrecht. Das Louvre Museum vertritt das Urheberrecht des Architekten Pei, der die Glaspyramide geschaffen hat und somit der geistige Eigentümer des Werkes ist. Alle Anfragen bezüglich des Nutzungsrechts müssen an das Büro des Louvre gerichtet werden, das wiederum über die Vergabe der Bildrechte entscheidet.
Da wir nicht in der Lage sind zu prüfen, ob jedes veröffentlichte Foto der Pyramide vom Louvre Museum autorisiert wurde, bitten wir Euch, keine Fotos der Louvre-Pyramide in die fotocommunity hochzuladen. Um Euch und uns weiteren Ärger zu ersparen, werden wir alle bereits hochgeladenen Fotos der Pyramide löschen müssen – wir bitten Euch an dieser Stelle ganz herzlich, das selbst zu übernehmen.
Diese Regelung betrifft nur Fotos, auf denen die Pyramide als Hauptmotiv dargestellt ist.

Zur Erinnerung: Dasselbe gilt auch für Fotos vom Atomium in Brüssel sowie für Bilder des illuminierten Eiffelturms – auch diese dürfen nicht in der fotocommunity ausgestellt werden.

Ihr tollen Künstler, stellt doch Euere Kunstwerke am besten gleich in den Keller, damit sie keiner mehr anschauen kann muss.

7 Gedanken zu „Urheberrechtsschutz ist pervers“

  1. Tja, das mit dem Urheberrecht bei Bauwerken ist echt eine lästige Sache. Wer in Paris ist, will halt gerne ein Bild vom Eiffelturm machen. Und wenn man das Bild toll findet, will man es auch in der fc ausstellen… aber da muß man halt die Notbremse ziehen, bevor man abgemahnt wird… 🙁

  2. ich sags ja immer, fotografie ist ein teures hobby. und nicht unbedingt rational zu erklären.
    mal gespannt, ob ich jetzt ärger mit dem vatikan bekomme, weil ich den petersdom bei nacht abgelichtet hab…

  3. Die Prepotenz gewisser Menschen und Organisationen ist bald nimmer auszuhalten. Scheints wird zunehmend vergessen, dass Kunst, Kultur und Sport zum großen Teil von den Steuerzahlern finanziert wird und somit Allgemeingut sein sollte.

  4. Ich befürchte, dass es noch schlimmer wird.
    Am Schlimmsten ist es ja, wenn man XXXXX in XXXXX von XXXXX zeigt, das in der XXXXXX von XXXXXX ausgestellt ist und so ähnlich aussieht, wie XXXXXX von XXXXX aus XXXXX.

    (Teile der Nachricht wegen der Gefahr einer Urheber- oder Markenrechtsverletzung geixt.)

  5. Langsam spinnen sie doch Alle. Sollte man vielleicht doch nur noch Fotos in den Alben online stellen, auf denen man nur selber abgebildet ist. Wer weiß, vielleicht kommt irgendwer noch auf die Idee und verklagt einen, weil er auf einem Foto mit drauf ist.
    Da belächle noch einer die Hysterie der Arbeitgeber bezüglich einer Klagewelle nach Inkrafttreten des Allg. Gleichbehandlungs-gesetzes (eher bekannt unter Antidiskriminierungsgesetz). Wir haben´s doch schon in anderen Bereichen…. Klagen, Abmahnungen und was sonst noch alles; unsere Gesetze bieten doch hierzu z.T. die beste Grundlage.

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