Totenverbrennungen auf Bali

Auf Bali findet man die größte Hindu-Gemeinschaft außerhalb Indiens. Rund 20.000 Tempel gibt es auf Bali. Der dort praktizierte Hinduismus hat mit der Zeit sein Eigenleben entwickelt: Es wird weniger streng praktiziert, es gibt keine vorgeschriebene Gebete und keine festgelegten Momente der Hingabe. Die Religion bestimmt aber das gesamte Leben in Tänzen, Festen und Ritualen. Die wichtigsten Feste im Jahr sind dabei die Feuerbestattungen. Solche Zeremonien kosten aber viel Geld und daher werden die Toten nicht sofort verbrannt. Oft werden die Toten erst mehrere Jahre begraben, bevor die Familie das Geld für die Feier zusammengespart hat. Daher werden auch gerne mehrere Tote gemeinsam verbrannt um die Kosten zu senken. Für die Verbrennung wird der Tote dann wieder ausgegraben, der Körper mumifiziert, Opfergaben vorbereitet und Opfertische errichtet.

Am 15. Juli findet in Ubud die Verbrennung eines ehemaligen Prinzen statt. Daher bauen seit Wochen dutzende freiwillige Helfer an Opfertischen, die 15 Meter hoch sind. Auch die schwarze Kuh, in der der Tote dann verbrannt wird, war schon zur Hälfte fertig. Im ganzen Königspalast ging es während unseres Aufenthaltes zu wie im Taubenschlag und jedem Urlauber, der am Tag der Zeremonie auf der Insel ist, kann ich nur empfehlen, dieses Spektakel zu besuchen.

Halbfertiger Opfertisch für die Verbrennung

Bei Ingrid wird noch ein wenig mehr erklärt.

Ein Gedanke zu „Totenverbrennungen auf Bali“

Kommentare sind geschlossen.