45 Gedanken zu „Warum Blogverkaufen stinkt“

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  3. Hallo,

    also wenn ich etwas besonders erheiternd finde dann nicht solche Youngsters, sondern das so ziemlich keiner im sog. WWW versteht, dass gerade das Deutsche Recht für Minderjährige div. Problem parat hält. Das Nachfolgende muss man sich jedoch gar nicht erst Antun. Einfach mal das hier ansehen und richtig laut loslachen: http://web.archive.org/web/20070328200412/www.blogschrott.net/ube...

    Fast noch besser: http://web.archive.org/web/20080108172219/www.blogschrott.net/ube...

    Aussage:

    „bin 15 Jahre alt, Unternehmer im Bereich Online-Marketing und besuche nebenbei noch die Schule.“

    – Ist er in diesem Alter definitiv nicht. Weil wegen das mangelnde Rechtsfähigkeit 🙂

    oder

    „Als Projektmanager arbeite ich bei der Medici Internet GbR, betreue als SEO Kundenprojekte und führe nebenbei einige kleinere Projekte, wie diesen Blog hier.“

    – Na fein. Gleich eine Anzeige erstatten bei dieser lustigen GbR die eigentlich gar nicht existiert. Oh. Sie existiert doch unter der Firma sms-lotse.de. Nur das die den jungen Mann natürlich nicht kennen sollten ( Ich würde ihn nicht kennen. Schon um Strafanzeigen wegen Beschäftigung minderjähriger zu vermeiden).

    oder

    „Seitdem bin ich wie gefesselt, weshalb ich mich am 1.1.2008 auch offiziell selbstständig gemacht habe.“

    – Was bedeutet das er nun endlich wenigstens 18 und damit wenigstens für den eigenen Namen zeichnungsbefugt ist (wohl kaum, denn im März 07 war er ja nach eigener Aussage noch 14)?

    oder

    „August 2009 werde ich in Berlin bei der Medici Internet GbR, nachdem ich das Gymnasium mit der mittleren Reife abgeschlossen habe, eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation beginnen.“

    – Moment mal. Also eben war er da noch ein Projektmanager und nun geht er als Realschüler mit dem was in Berlin nunmehr „Mittlerer Schulabschluss“ (MAS) heisst. Oder aber „Versagerschein“ wenn er von einem ehemaligen Gymnasiasten vorgelegt wird. (Aufteilung der Fragen im Berliner MAS derzeit = 85% Haupt-, 10% Real- und gewaltige 5% Gymnasialniveau). Macht ja alles nix. Wobei. Wenn Mama und/oder Papa für ihn den Ausbildungsvertrag gegenzeichnen, darf er auch so richtig als AZUBI Kaffee für den Chef holen. Da braucht man dann auch kein Abihur 🙂

    oder

    „Impressum“

    – Na da sollte man ja mal fragen, wem die Seite wirklich gehört. Bzw. wer also das Recht zum Verkauf hat 😉

    Macht ja nichts. Im WWW scheint man ja nach wie vor davon auszugehen, in ihm gäbe es so eine Art rechtsfrei Zone. Eine für normales Recht unangreifbare Zweitmatrix. Mal schauen wann der Typ den „richtigen“ Leuten auf den Zeh steigt. Denn dann ist das was er für eine Karriere hält, schneller vorbei als er zu Mama laufen kann, um sich an deren Schürze auszuweinen.

    Derweil als Rat an Blogger die sich dort löschen lassen wollen. Wendet euch an den tatsächlichen Inhaber der Domain. Nur dieser ist in einem etwaigen Prozess auch der korrekte Adressant. Der Junge man ist derzeit wohl noch nicht voll geschäftsfähig!

    Zur Abwechslung mal ganz ernsthaft. Wir haben hierzulande div. Regeln die sich jungen Menschen mitunter nicht so simpel erschließen. Tradition, Kultur und Geschichte haben die aktuellen Rahmenbedingungen nachhaltig geprägt. Es gibt gute Gründe Kinder und Jugendliche vor der Marktwirtschaft (auch der im Web 2.0) zu Schützen. Sie ist einzig auf kurzfristige Erfolge optimiert. Das Leben jedoch ist dies nicht. In im brauchen wir eine möglichst umfangreiche wie hochwertige Grundausbildung (Schule), eine möglichst zeitnahe Berufsorientierung (Ausbildung/Studium). In anderen Ländern sieht man das natürlich etwas anders. Wobei man in anderen Ländern aber auch immer die gegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigen muss. Sicher gibt es in US und/oder UK etc. erfolgreiche Jugendliche im sog. WWW. Allerdings fragt auch niemand was aus denen wird, wenn sie erst einmal eine gewisse Altersgrenze überschritten haben. Sich mit 30 oder 40 Jahren dann mit ihrer geringen bzw. gar keiner anerkannten Schulbildung dem Leben stellen müssen, ist gerade in US oder UK nun wirklich kein „Zuckerschlecken“.

    Gruß

  4. So, Kollege – ich bin ein ruhiger Typ – aber wenn ich sowas lese, krieg ich Brechreiz.

    1. Ich bin vom Amtsgericht (Vormundschaftsgericht) als voll geschäftsfähig eingestuft worden und hab auf dieser Basis ganz legal ein Gewerbe eröffnet. Es gibt keine Haftungsbeschränkungen. Ich kann machen, was immer ich will, genau so wie volljährige Unternehmer.

    2. Wieso existiert die Medici Internet GbR nicht? Meld Dich doch mal bei mir; Mailadresse: eckl@medici-internet punkt.de – da kann ich Dir dann auch gleich die Nummer vom Chef geben, Gunther Schmidt, der kann Dir dann erzählen, was ich bei Ihnen mache. Alles klar?

    3. Wenn Du ***** meinst, man kann es ohne Abitur und Studium zu nichts bringen, dann hast Du Dich geschnitten, und zwar richtig, richtig heftig.

    4. Wenn Du weiterhin so eine scheiße über mich schreibst, grenzt das an Verleumdung. Und das ist strafbar. Ich hoffe Du bist Dir dessen bewusst, sonst bekommste mal Post von meinem Anwalt. Auch der ist echt.

  5. Sorry für den Ausdruck, aber bin grad ziemlich in Rage. Und hoffe das der Autor dieses Kommentars den Mut hat, sich hier nochmal zu melden.

  6. Nee. Kein Popcorn. Ich denke, jeder sollte sich sein eigenes Bild machen. Für mich ist das Thema durch.

  7. @Yannik Mit Deiner Art kann nicht jeder, beleidigen lassen sich von Dir eben auch nicht alle und wenn ich mir die Kommentare ansehe, die Du im Laufe der Zeit auf meinen Blogs hinterlassen hast, dann kannst Du eigentlich recht froh sein, dass die Menschen recht sachlich mit Dir umgehen.

  8. ich könnte mir vorstellen, dass es auch nicht zulässig ist, über einen kommentator zu schreiben, er „schreibe scheiße“.

    „grenzt an verleumdung“ würde wohl bedeuten, dass etwas keine verleumdung ist, oder? das wäre dann auch nicht strafbar.

    reich‘ mir doch mal bitte den ananasdip, stefan.

    .~.

  9. Mir geht das zwar alles am Popes vorbei, aber ich finde nicht das Michael Kostic sachlich war, er mag zwar Fakten auf den Tisch gelegt haben, aber ohne dabei vorab recherchiert zu haben. Beschuldigen lässt sich ja scheinbar genauso leicht, gell?

  10. @Michael Kostic Du hast dich mit diesem Kommentar ja mal richtig zum Affen gemacht Kollege. Offensichtlich hast du nichts besseres zu tun als dich künstlich in aller Öffentlichkeit über Kinder aufzuregen, was in deinem Alter wirklich peinlich und unangebracht ist, vorallendingen wenn dann nur unhaltsame Behauptungen aufgestellt werden über jemanden den du garnicht kennst. Du wirkst auf mich wie ein unzufriedener und verbitterter Zeitgenosse der bloss neidisch ist das er selbst in dem Alter den Arsch noch nicht hochgekriegt hat.

  11. @Michael zum Abschluss,

    Wie war das gleich?:

    „…aber ohne dabei vorab recherchiert zu haben.“

    Zur Liste oben:

    zu 1) Wann? Im Juli diesen Jahres? Kommt hin wenn man am 17. Juli 1992 geboren wurde. Immerhin. Wer die möglichen Konsequenzen einer Selbstständigkeit hierzulande wirklich kennt, kann diesem Ansinnen (ohne profunde Ausbildung) nicht wirklich positiv gegenüberstehen. Aber darüber kann man sich mit mir gern in regelmäßigen Abständen unterhalten. Sagen wir nach der ersten „kleinen“ und der ersten „großen“ Buchprüfung seitens der Verwaltung. Bzw. wenn die erste umfangreiche Einnahme Überschuss Erklärung anliegt, eine Bilanz erstellt werden muss (wozu gab es gleich noch mal den Bilanzkaufmann? Ach ja. Weil man ihn gar nicht braucht…). Auch im Vertragsrecht habe ich schon so manches „sich vor der Apotheke übergebendes“ Pferd gesehen. Wie gesagt. Es gibt durchaus Gründe derart jungen Menschen, all dies nicht generell zu gestatten. Daher müssen solche ihre Rechtsfähigkeit ja auch via Vormundschaftsgericht gesondert feststellen lassen.

    zu 2) Nun. Eine GbR ist eine Personengesellschaft des BGB. In einigen Regionen kann sie zwar mittlerweile tatsächlich, einem eingetragenen Vollkaufmann (EkV ist die wohl die Abkü) nicht unähnlich, eingetragen werden, besitzt aber unter seriösen Kaufleuten (und ebensolchen Juristen) sonst keinen weiterreichenden Ruf als den einer spontan geschlossenen Mitfahrgesellschaft. Wer sich die Mühe macht nach der genannten Firma zu suchen wird zwar mit einer netten Netzpräsenz belohnt, aber mit mehr eben auch nicht. Wer sich via Archive.org bzw. denic.de einmal etwas umsieht stellt fest, dass es sich um eine sehr frische Firmierung handelt. Und mit meiner Lebenserfahrung brauche ich da auch nicht mehr zu wissen. Alle anderen mögen sich hierzu bitte selbst ein Meinung bilden. Meinungsfreiheit ist doch noch ein Grundrecht, oder?

    zu 3) Ich habe nicht behauptet das man es ohne Abitur zu nichts bringen kann. Nur wenn man schon auf dem Weg dahin ist, sollte man es (nicht nur in Berlin) auch zu Ende bringen. 20 Jahre später macht sich das nämlich ganz schlecht im Lebenslauf wenn da steht: „Ich habe das Gymnasium mit einem dem Realschulniveau vergleichbaren Schulabschluss verlassen…“. Umgekehrt ist das weniger ein Problem. Da sagt man dann halt: „Was soll’s, die/der Bewerber ist halt ein Spätzünder.“. Dies mag nicht missverstanden werden. Ich selbst habe meine höheren Bildungsabschlüsse in den USA und UK absolviert. Wie viele in meiner Generation musste ich lernen, dass diese Auslandsabschlüsse in Deutschland oft nicht viel hergeben. Davon mal ganz abgesehen kenne ich den sog. MSA und vor allem seine schon jetzt kaum anerkannte Güte. Einfach nur traurig. Einem jungen Menschen nicht zur max. möglich Grundbildung zu motivieren, betrachte ich halt als moralisch[tm] verwerflich.

    zu 4) Der Umstand das weder Leser noch Kommentatoren deutlich darüber informiert werden, dass der Verwalter des besagten Blog lediglich durch einen Beschluss des zuständigen Vormundschaftsgerichtes rechtsfähig ist, spricht für sich allein.

    In Summe:

    Fraglich ist im übrigen nicht nur das unter 1) gefragte WANN sondern u.U. auch das WIE. Man kann diese erklärte Mündigkeit nämlich sowohl mit, als auch gegen den ausdrücklichen Willen der Erziehungsberechtigten durchsetzen (bzw. muss dies allein unternehmen, wenn die Erziehungsberechtigten verstorben sind. Was in Deutschland wirklich niemanden zu wünschen ist.). Auch ein diesbezüglicher Hinweis ist im Blog derzeit nicht zu finden (zumindest ist er extrem gut versteckt). Auch über diesen Umstand mögen sich die hieran Interessierten eine eigene Meinung bilden.

    Bezüglich der Mündigkeit lässt sich nur feststellen das der Verursachende dieses kleinen Informationsaustausches selbst sehr seriös, rechtssicher und absolut cool[neusprech] auf meine Anmerkungen reagiert hat. Zumal wenn man bedenkt was er in seiner öffentlichen „Darstellung“ zu erwähnen „vergass“…

    Gruß

  12. Bringen wir es doch auf den Punkt, ich bin weder Jursit noch Experte bzgl. Firemengründung etc., aber es schaut doch so aus als ob alles rechtens wäre in seinem Fall. Oder ist es das etwa nicht? Ein einfaches „ja2 oder „nein“ reicht mir.

  13. @Michael:

    ACHTUNG:

    Der folgende Text ist ausdrücklich keine Rechtsberatung und/oder Auskunft.

    Ohne Beleg ist es nicht „rechtens“. Erst mit 18 ist man in Deutschland Prozessfähig. Kann also auf eigene Kappe klagen und verklagt werden. Über das eigene Einkommen absolut frei verfügen. Bindende Rechtsgeschäfte eingehen (Miet-/Ausbildungsvertrag etc.). Bis dahin braucht man üblicherweise die schriftliche Genehmigung der Erziehungsberechtigten (natürliche Person und/oder Körperschaft).

    Mit Beleg ist es mE nach aber auch nur insofern wirklich -hieb und stichfest- „rechtens“, als das der Anbieter eines solchen Dienstes seine Besucher/Nutzer klar und direkt/deutlich ersichtlich auf die besonderen/aussergewöhnlichen Rahmenbedingungen hinweist. In einem -wie auch immer gearteten- Schadensfall, könnte ein am Hungertuch nagender Jurist sonst auf die Idee verfallen, hier seitens des Anbieters der Inhalte eine vorsätzliche, bzw. u.U. sogar eine arglistige Täuschung der Benutzer/Nutzer wahrzunehmen. Frei nach dem Motto: „Mal schauen was das Gericht dazu sagt…!“. Wäre ja alles nicht so schwierig wenn es diese vielen Vernetzungen nicht gäbe. Wer ist in welchem Ausmaß für welche Verlinkung verantwortlich etc..

    Komplexe Sache das, in der alten Republik…

    Gruß

  14. Also obwohl er darf, ist er verpflichtet diese Tatsache besonders hervorheben? So grob, zusammengefasst.

    @ StoiBär
    Wo ist der Beitrag von stereophone hin?

  15. auch nur bedingt richtig. Ausbildungsverträge kann man z.B. auch mit 16 _ohne_ Einwilligung der Erziehungsberechtigten schließen, jedoch nur mit ihrem Einverständnis kündigen. Weiterhin kann man (soweit ich mich erinnere) erst ab 21 sich zur Wahl (Kreistag, Landtag, etc.) stellen und gewählt werden. Auf jeden Fall ist es ohne großen Aufwand möglich, auch als Minderjähriger ein Gewerbe anzumelden. Und ob Yannicks Eltern nun eingewilligt haben oder nicht, ist hier auch völlig irrelevant. Verstehe auch nicht, warum das hier Thema ist / sein muss.

  16. @Michael:

    Ich würde es -wenn denn nun wirklich kein Weg daran vorbei führt- definitiv nur unter diesen Umständen meinem Nachwuchs empfehlen/gestatten. Frei nach dem Motto „Sicher ist Sicher!“ kann so wenigstens niemand im Nachhinein einschlagen, meinen Junior vor ein arg konservatives Gericht schleifen und dort seine ebenso junge Existenz vernichten.

    Gruß

  17. @Torsten:

    Ich finde das alles sehr interessant. Bitte sei doch so nett die Quelle für diese deine Aussage anzugeben:

    „Ausbildungsverträge kann man z.B. auch mit 16 _ohne_ Einwilligung der Erziehungsberechtigten schließen, jedoch nur mit ihrem Einverständnis kündigen.“

    ***Achtung Regenbogenpresse***

    Eine junge Dame mit 16 beginnt eine Ausbildung, ohne die Genehmigung der Erziehungsberechtigten. Mit 17 will ihr der Chef an die Unterwäsche, was diese mit einer Kündigung beantwortet. „Ups“. Sagt der erziehungsberechtigte Stiefpapa. „Der Chef ist ein sehr 😉 guter Freund von mir!“. Und verweigert seine Zustimmung zur Kündigung? Pardon? Hüh oder Hot. Entweder geht der Gaul in eine oder in keine Richtung. Davon mal ganz abgesehen sollte sich ein Arbeitgeber die Zustimmung der Erziehungsberechtigten schon deshalb einholen, weil er im -wodurch sich auch immer ergebenden- Schadensfall sonst keinen prozessfähigen Gegner hat.

    Auch hier hätte ich bitte eine Quelle genannt, die dies substanziell bestätigt:

    „Auf jeden Fall ist es ohne großen Aufwand möglich, auch als Minderjähriger ein Gewerbe anzumelden.“

    Wenn ein Mitarbeiter der Gewerbeaufsichtsämter es wagen würde ohne die Zustimmung des/der Erziehungsberechtigten einem Minderjährigen „ohne großen Aufwand“ eine Gewerbegenehmigung auszuhändigen, sollte sie/er „eins fix drei“ die Dienstaufsicht an der Hacke haben! Bzw. sollte der zuständige Amtsleiter ein ernstes Problem haben.
    Aber, Hey! Ich lerne täglich gern dazu. Wie gesagt:

    Komplexe Sache das, in der alten Republik…

    Gruß

  18. @Michael:

    Natürlich nicht. Aber darum geht es doch nicht einmal. Es geht wie immer um das sich dahinter verbergende Prinzip (das Vorgehensmodell). Es ist eine Sache jungen Menschen zu gestatten sich an der Meinungsbildung zu beteiligen. Eine andere Sache ist es ihnen entweder nicht die wahren Gefahren dabei vor Augen zu führen, bzw. sich auch noch aktiv daran zu beteilige das der eine oder andere unter ihnen glaubt (nicht von Wissen), dass man sich in unserem System so „huschti fluschti“ durchmogeln kann. Als Ausbilder im Handwerk als auch im Handel habe ich schon immer moniert, dass wir es den jungen Leuten hier einerseits viel zu leicht machen, sie aber wenn es „kracht“ dann voll in die Haftung nehmen. Das ist in Summe nach wie vor reichlich scheinheilig.

    Was wäre der junge Mann um den es hier geht ohne die Aufmerksamkeit von voll rechtsfähigen „Erwachsenen“? Richtig. Nicht einmal eine Erwähnung in den virtuellen Weiten. Wen interessiert es in ein paar Jahren -sollte auch diese Web 2.0 Blase- endgültig platzen, was aus ihm wird? Hey, klar. Voll cool ey. Schmeiss alles hin und geh in die Wirtschaft! Frag doch mal den einen oder anderen in die Jahre gekommenen IT’ler (mit oder ohne Broterwerb) der damals von der Uni abgeworben wurde (diese u.U. nicht einmal von innen gesehen hat), wie er das heute so im Rückblick sieht…

    Wir sollten es uns alle und allen Anderen nicht allzu leicht machen. Sonst haben wir irgendwann einmal eine Frau als Bundeskanzler die immer nur sagt „Wir müssen eine gemeinsame Lösung finden!“ derweil unsere Söhne in Uniform den Mohnanbau in Afghanistan bewachen, an die 8 Millionen Transferleistungsbezieher und vermutlich rund 2,8 Millionen Kinder unter der Armutsgrenze. Im reichsten Land europas! Und wer kann das wirklich wollen?

  19. Ich finde du übertreibst es da aber etwas, „no Risk, no Fun“ und wenn das von seinen Eltern abgesegnet ist, dann geht dich das und auch mich, nichts an.

    PS: imho ist Deutschland nur die Nummer 11 in der Liste der reichsten Länder Europas. Die Quelle war aber von 2006.

    Aber danke für deine Erklärungen, ich klinke mich nun aus.

  20. @Michael:

    Ich denke wir übertreiben Beide. Du mit dem „Kein Risiko, kein Spass“ wenn es um Dritte geht, ebenso wie ich mit meinen Mahnungen. Wenn ich es noch erleben darf das dieses Volk sich in der Mitte trifft, bin ich mehr als zufrieden 🙂

    Das mit dem Reichtum relativiere ich hiermit „In einem der reichsten Länder Europas“.

    Gruß

  21. Also, aus dem eventuell sogar erfolgreichen Versuch, ein privates Schülertagebuch an einen neuen Besitzer zu bringen, gleich einen juristischen Großfeldzug zu konstruieren halte ich für recht übers Ziel geschossen.

    Was soll schon aus so einer Transaktion entstehen außer ein weiterer von Google noch eine Weile geherzter virtueller Schrottplatz, der dann in die Vergessenheit versinkt?

  22. @Kostic: Müsste hier drin stehen: Sackmann – Das Lehrbuch für die Meisterprüfung: Sackmann 4 – Das Lehrbuch für die Meisterprüfung: Berufs- und Arbeitspädagogik. Ausbildung der Ausbilder nach AEVO: Tl IV
    War das Buch, welches wir in der „Ausbildung der Ausbildung“ genutzt haben. Da lernt man so etwas halt…

  23. Hier mal ein informativer Artikel der IHK Magdeburg über Jugendliche, die ein Gewerbe betreiben und dazu die Einwilligung des Vormundschaftsgerichts besitzen. Darin heißt es:

    „Er ist nun für das Gewerbe „unbeschränkt geschäftsfähig“, d.h. Er kann Mietverträge für Geschäftsräume, Kaufverträge für Betriebeinrichtungen, Kauf- und Werksverträge sowie Arbeits- und Dienstverträge abschließen…..Der Minderjährige ist für die Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften sowie Abgabepflichten in vollem Umfang selbst verantwortlich. Er haftet voll, denn er ist für die Gewährung der unbeschränkten Geschäftsfähigkeit einem Volljährigen gleichgestellt, d. h. für die so begründeten schuldrechtlichen Verbindlichkeiten voll haftungsfähig.“

    Da der minderjährige Unternehmer also mit der Genehmigung durch das Vormundschaftsgericht einem Volljährigen in Sachen Geschäftsfähigkeit GLEICH GESTELLT ist, lässt sich daraus gerade KEINE Pflicht ableiten, die „besonderen Bedingungen“ an jeder Ecke kommunizieren zu müssen. Denn dann wäre das „gleich stellen“ durch das Amtsgericht ja quasi überflüssig und nichtig!

    Etwaigen Abmahnern kann ein solcher Jugendlicher also sehr gelassen entgegen sehen – im Übrigen halte ich das Argument von M.Kostic für an den Haaren herbei gezogen, um von seiner gegen die Geschäftstätigkeit Jugendlicher gerichteten Argumentationskette wenigstens IRGEND ETWAS zu retten.

    Ich dagegen finde unternehmerische Jugendliche klasse – es könnten ruhig MEHR sein, die sich so engagieren, anstatt wegen ihrer gesellschaftlichen Einflusslosigkeit aggressiv zu werden und „Mist zu bauen“.

  24. Hatten wir schon Windhorst gesagt?

    Ich kenne ein paar Leute, die sind schon wegen einem unternehmerischen Jugendlichen pleite (sonne echte Pleite, mit Haus-weg, Auto-weg und nur noch Prepaid-Handy; nicht diese „Stift, pass mal uff. Heute lernste Gonkurs!“-Dings).

  25. Pingback: Dienstag, 26.August 2008 – Schon gelesen? | QuerBlog
  26. … und dazu noch eine ganze Menge persönlicher Daten, die jeder freiwillig beim kommentieren hinterlassen hat.

    WOW… politisch sehr heikel, würde ich sagen. 😉

  27. Pingback: Der Rest vom Blogschrott | Sajonara.de - Internetmagazin

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