Warum ich mir wohl keinen Peugeot kaufen werde

Mein Passat hat derzeit 460.000 km am Buckel und mittelfristig werde ich mich wohl nach einem neuen fahrbaren Untersatz umschauen müssen. Im Bekanntenkreis sind einige Peugeot unterwegs und vor Ort gibt es auch eine Werkstatt mit relativ gutem Ruf. Jetzt habe ich aber eine Story gehört, die ich zuerst gar nicht glauben konnte. Beim Peugeot 307 eines Kumpels hatte die Ölwanne einen Riss, wie es ja immer wieder mal vorkommen kann. Bei meinem Passat brauchte ich auch schon mal einen neue Ölwanne, weil das Gewinde der Ablaßschraube kaputt und zu wenig “Fleisch” für ein neues Gewinde da war. Meine war damals über Nacht beim Händler und am nächsten Tag konnte ich wieder fahren.

Beim besagten Peugeot 307 war das leider keine so schmerzlose Aktion. Scheinbar haben die Franzosen ein größeres Problem, was die Lieferung von Ersatzteilen angeht. Sage und schreibe drei Wochen hatte mein Kumpel sein Auto in der Werkstatt, weil angeblich europaweit keine Ersatzölwanne zu liefern war. Mehrmals wurde er vertröstet und dem Besitzer der Werkstatt war es natürlich mehr als peinlich. Damit das Auto überhaupt wieder fahrbereit wurde, entschloß man sich dann, die Ölwanne schweißen zu lassen. Ob das dauerhaft hält ist die andere Frage. Aber vielleicht kommt ja bis Weihnachten das Ersatzteil. Für mich, wo ich aufs Auto beruflich angewiesen bin, ist so ein Fall ein absolutes KO-Kriterium. Ersatzteile für aktuelle Modelle müssen einfach kurzfristig lieferbar sein. Noch dazu wenn es sich um Teile handelt, die öfters mal kaputt gehen.

6 Gedanken zu „Warum ich mir wohl keinen Peugeot kaufen werde“

  1. Dieses Problem haben aber leider auch viele andere Europäische Hersteller. Produktion nur noch so viel wie absolut nötig. Teilweise sind dann am Zentrallager keine Teile abrufbar oder noch schlimmer, es kann nicht mal ein Liefertermin genannt werden. Ganz schlimm scheint es mit Aluminium Teilen zu sein. In der “Wirtschaftskrise” wurden Zulieferanten regelrecht unter Druck gesetzt die Preise weiter zu senken bis diese dann enteder Konkurs gingen oder einfach nicht mehr produzieren wollten. Neue Lieferanten zu suchen, Qualitätsstandards einzuführen und Verträge abzuschliessen kann locker mal ein halbes Jahr und mehr dauern. Und dies bei Fz nicht teilweise nicht mal 6 Jahre alt sind! Kein Zustand für den Endkunden und für jeden Händler eine peinliche Situation….

  2. Ich bin ausgebildeter Kfz-Elektriker, habe mehrere Jahre Erfahrung und kann Dir folgendes dazu sagen:
    In Werkstätten gibt es folgenden Ausspruch “Meide die 3F!”
    Was sind die 3F?
    FIAT
    Ford
    Frankreich

    Jetzt mögen sich Hunderte aufregen: “Ich habe selber nen FIAT – bin VOLL zufrieden” “Einfach toll!” “Quatsch!” usw. usw.

    Dennoch täuscht es nicht darüber hinweg das besagte 3F – Schrott sind und die die sich für diese Hersteller entscheiden haben es offenstichtlich nicht anders verdient. ;o)

    FIAT – Rost, Schrott, Unzuverlässig, schwer zu warten
    Ford – veraltete Technik, Rost, Unzuverlässig
    Frankreich – Schrott, kompliziert zu warten,

    Beispiel: LKW von Renault – alle Kabel hinterm Instrumentenkombi sind rosa! ALLE!! Wie soll da einer das korrekte Kabel finden bzw. wie lange muss er sich mit der Suche danach aufhalten!?!?!

    Gegenbeispiel: MAN hat weiße Kabel aber diese sind Nummeriert! Deutsche Hersteller nehmen Kabelfarben und Farbkombinationen.

    Merke: FFF = No go!

  3. Ich hatte eine Zeit lang zwei Peugeot in der Firma, insofern kann ich aus eigener Erfahrung nur abraten. Es wurde sehr viel auf Kulanz oder Garantie erledigt, aber davon habe ich ja nichts, wenn das Auto wochenweise in der Werkstatt steht. Und viel zu häufig waren es Kleinigkeiten mit großer Folgewirkung. Klimaanlage “entwässert” in den Fußraum. Um das zu beheben, wird das komplette Armaturenbrett ausgebaut, Radio und Tankanzeige gingen danach nicht. War aber egal, weil die Klima weiterhin nach innen verdunstete und man innerhalb von Minuten von dichtem Nebel umhüllt war, das Auto also ohnehin wieder in die Werkstatt durfte. Steuergeräte wurden mehrfach ausgetauscht, die jeweiligen Gründe habe ich vergessen. Vieleicht waren es ständig leuchtende Warnlampen (“nicht weiterfahren, sofort in die Werkstatt”).

    Und zum Abschluß die Bemerkung: “unsere Kunden fahren eigentlich nicht 60.000 km pro Jahr”.

  4. Die 3 F regel kenn ich auch zwar sind die in Frankreich billiger aber ansonsten bleibt man auf die reperaturen die nach neu kauf schon nach einem monat eintreten. echt schlimm

  5. Ich kann Dich in Deiner Entscheidung nur unterstützen – tue Dir das nicht an! Ich bin 2x einen Franzosen im Urlaub für mehrere Wochen gefahren. Jetzt weiß ich, dass ich mir nie einen kaufen werde. Sie haben keinen verlässlichen Eindruck auf mich hinterlassen.
    Beim Gas geben war ich jedes mal völlig verunsichert, weil der Schalthebel wackelte und das bei einem neuen Auto mit 1000 km. Ausserdem nervte mich das Geklapper im Auto, wahrscheinlich sind die Materialien im Innenraum zu billig!?
    Peugeot würde ich schon auf Grund seiner ständigen Face-Liftings nicht kaufen! Da hat man ja nach spätestens 2 Jahren das Gefühl ein altes Auto zu kaufen 🙁 Mein Nachbar verkauft Peugeot, fährt ständig die neuesten Autos vn denen, aber eine stringente Entwicklung kann ich da nicht erkennen.

  6. Also wenn alle hier auf den 3F rumhacken werds ich mal vermeiden.

    Warum?

    Ich fahr selbst einen Audi A4 bald 18 Jahre alt. Jeden Winter gefahren, spärlich gewaschen usw. Das Teil hat mich noch nie im Stich gelassen. Naja von den Achslenkern mal abgesehen.
    Glaubt den jemand von euch das die aktuellen Modelle noch so alt werden? Egal ob 3F oder deutsche Fabrikate. Wenn ja der glaubt dann wohl auch noch an den Weihnachtsmann.
    Die Zeit der guten langlebigen Autos ist schon lange vorbei.

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