Was war nochmal die DDR?

Mir ist die DDR noch lebhaft in Erinnerung. Gut kann ich mich an meine erste und einzige Transitfahrt nach West-Berlin erinnern und an das beklemmende Gefühl, die wir alle im Auto hatten, als wir an der Grenze abgefertigt wurden. Die Pässe wurden einkassiert und liefen über ein Förderband zum nächsten Häuschen, wo wir sie dann wieder bekamen. Auf der Fahrt über die – sie nannten es – Autobahn in Richtung Norden ja nicht zu schnell fahren. Hieß es ja schließlich, man würde sofort standrechtlich erschossen all seiner Barschaften entledigt, wenn man nur 10 km/h zu schnell fahren würde. Dafür haben wir uns köstlich über die Werbetafeln amüsiert. Ich sag nur “Plaste und Elaste”! 😀

Heute kann die Jugend scheinbar nicht mehr viel mit der DDR anfangen. In der Radiowelt hatte heute Imke Köhler den Professor Klaus Schröder von der FU Berlin am Rohr, der die Ursachen dafür erklärte. Komischerweise wissen die ostdeutschen Schüler mittlerweile weniger von der DDR, als die im Westen. Auch der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur wird den jungen Leuten kaum nahe gebracht. War sehr interessant. Leider ist der Beitrag mit anderen kombiniert. Das Interview geht von 3:05 bis 8:40.

6 Gedanken zu „Was war nochmal die DDR?“

  1. Meine einzige lebhafte Erinnerung stammt aus einem Besuch kurz nach der Wende, wurde damals glaube ich vom Fußballverein organisiert, und bezieht sich auf die DDR-Cola. Grauenvolles Zeug, sag ich nur, und mir ist heute noch schlecht davon. Seit dem bin ich davon überzeugt, dass es nie um Bananen ging, sondern nur darum West-Cola zu kriegen. 😉

  2. Von was schreibst Du da eigentlich. In Deinem Job solltest Du doch eigentlich wissen, dass DDR nur ein Marketinggag der Speicherindustrie ist.
    Ich hatte das heute bei einem Testaufbau auch schon von mir gegeben:
    “DDR gibt’s nicht mehr… nur noch DDR2”

    SCNR 😀
    Martin

  3. Ich erinnere mich noch, das meine Verwandten direkt an der Werra gewohnt haben, auf der anderen Seite war der Todesstreifen. Ich war klein, aber sowas vergisst man nicht. Besonders den ersten Besuch auf der anderen Seite, wo Verwandte leben, die ich garnicht kannte, obwohl sie nur zwei Kilometer entfernt gewohnt haben.

  4. Ich bin mit meinen Eltern 1988 zu Verwandten in die DDR gefahren und habe all die Grenzkontrollen, das Durchleuchten, den Zwangsumtausch miterlebt und fand es grauenhaft, obwohl ich erst zehn war.

    Lustig finde ich noch heute die klare Ansage meiner Eltern: Ich soll nicht lachen, wenn die reden!

  5. Ich bin ein Ossi … aber ob ich stolz drauf sein soll oder beschämt weiß ich wohl auch nicht. Kann mich garnicht mehr erinner was da mal anders war ? Zu lang ists her und zu wenig wird darüber geredet. Wie mit allem alten .. Ein längst vergessene Kultur !

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