Wie lange ist dieser Herr noch tragbar?

Der TAZ hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble heute ein Interview gegeben, wo er mal wieder zu Bundestrojanern und die Spionage auf privaten PCs Stellung bezieht. Gleich zu Beginn gibt er offen zu, dass er eigentlich so genau keine Ahnung hat, was er da überhaupt fordert und wie das funktionieren soll.

Wolfgang Schäuble: Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht. Ich weiß gerade mal so, was ein Trojaner ist.

Die hartnäckigen Nachfragen des Reporters entlocken ihm dann nach und nach Einzelheiten, was er so vor hat. Die Mautbrücken auf den Autobahnen, für die ja versprochen war, sie auch wirklich nur für die Maut zu nutzen, sollen jetzt auch für die Fahndung nach Verbrechern verwendet werden.

Auf die anstehende Verfasssungsbeschwerde von 10.000 Menschen gegen die Vorratsspeicherung aller Telefon-, E-Mail- und Internetverbindungsdaten antwortet er nur:

So etwas regt mich nicht mehr auf.

Er erinnert mich ein wenig an Franz Josef Strauß zu WAA-Zeiten. Der sagte damals: “Nur G’spinnerte können dagegen sein”. Klar, was interessiert mich noch die Bevölkerung, ich möchte den Überwachungsstaat. Er begründet es immer wieder mit der angeblichen so großen Angst der Bevölkerung vor Terror und Verbrechen. Bei George “Orwell” Bush würde es Herr Schäuble weit bringen. Der steht nämlich auch auf so einen Mist. Ich hoffe nur, die Polizei ermittelt in Zukunft ein wenig sorgsamer und nicht so stümperhaft wie bei Herrn Weber.

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