Die Drückerkolonnen der Telekom

Von Arcor hat man ja in der Vergangenheit schon viel Schlechtes gehört, was die Verkaufspraktiken angeht. Die Telekom lässt es mittlerweile scheinbar ähnlich handhaben. Heute habe ich von meiner Nachbarin eine mal wieder typische Geschichte gehört. Letzte Woche bekam sie einen Anruf. Der Mitarbeiter, der „von der Telekom beauftragten“ Servicefirma, wusste bereits, dass sie ISDN hat und für ihren Anschluss mit DSL 49,- Euro im Monat zahlen muss. Er erzählte Ihr, dass sie das jetzt für 39,- Euro im Monat haben könne und ob sie das gleich umstellen wolle. Wohl wissend, dass solche Telefondrücker meist nicht ganz sauber arbeiten, lehnte sie ab und forderte den Typen auf, erst einmal Infomaterial zu schicken. „Ja, das ist klar, das kriegen Sie sowieso.“

Vier Tage später kam dann ein Päckchen von der Telekom mit einem DSL-Splitter und einer Auftragsbestätigung für einen analogen Anschluss. Nach einem weiteren Tag dann ein Anruf vom Servicedisponenten der Telekom, der nachfragte, ob das so stimme, denn sie habe doch schon ISDN. Der Auftrag wurde dann natürlich storniert und ihr wurde erklärt, es handle sich um Fremdfirmen, die Vermittlungsprovisionen kassieren wollen. Da könne die Telekom selbst nichts dagegen machen.

Es mag schon sein, dass der Anrufer sich nur als Telekombeauftragter ausgegeben hat. Aber ähnlich wie seinerzeit bei Arcor ist es die Aufgabe der Telekom, sofort etwas gegen solche schwarzen Schafe zu unternehmen. Diese Ausrede zählt da nicht. Vo wegen, da kann die Telekom selbst nichts dagegen machen!

3 Gedanken zu „Die Drückerkolonnen der Telekom“

  1. Also ich glaube, da ist nicht viel zu zerstören: Auch mit der Telekom erlebt man haarsträubende Dinge, u.a. auch ähnlich wie oben geschildert. Ende 2005 war das, da habe ich in einem T-Punkt gefragt, ob an meiner neuen Adresse DSL verfügbar wäre. Klar, das prüfen wir und rufen Sie nächste Woche zurück, hieß es. Vier Tage später hatte ich auch die Auftragsbestätigung incl. DSL-Splitter im Briefkasten. Toll, da durfte ich also noch mal zum T-Punkt laufen, den Unfug stornieren und habe dann doch gewartet, bis Internet übers Kabel verfügbar war. 😉

    P.S.: „kolo*nn*en“

  2. Wenn die Telekom Provisionen an solche Fremdfirmen zahlt, dann kann sie selbstverständlich etwas dagegen machen. Zum Beispiel die Zusammenarbeit beenden. Aber anscheinend kommen dabei zuviele Neuverträge zustande, die nicht storniert werden.

Kommentare sind geschlossen.