Wie war das mit der Datensicherung?

In jeder Firma, in der jemand für die EDV zuständig ist, der nur halbwegs Durchblick hat, wird Wert auf eine funktionierende Datensicherung gelegt. Meinen privaten Kunden bläue ich auch immer wieder ein, wenigstens ab und zu eine CD/DVD mit den Bewegungsdaten zu brennen, damit im Falle eines Supergaus, sprich Plattencrash wenigstens die wichtigsten Daten wieder hergestellt werden können. Gelgentlich muss ich aber feststellen, das so manche meiner Predigten ungehört verhallt ist und dann ein großes Wehklagen zu hören ist, wenn die Fotos vom Neugeborenen oder von der letzten Weltreise verloren sind.

Bei der Bundeswehr ist es jetzt scheinbar auch so. Zwar haben die da Backups gemacht, diese aber scheinbar nie auf ihre Funktionalität getestet. Eventuell war auch nur das Bedienpersonal überfordert? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass jetzt wichtige Daten aus Auslandseinsätzen verloren gegangen sind. Im Fernsehen habe ich gestern gehört, dass Datenspeicher defekt waren und diese dann deswegen vernichtet wurden. Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass unser Land am Hindukush mit Artikeln von Tchibo verteidigt wird und der Kaffeeröster aus Mitleid den Soldaten auch Rabatt gibt. Eventuell sollte man bei den PCs auch mehr auf Discounter setzen. In den ersten Geräten von ALDI war seinerzeit schon ein CD-Brenner drin. Mit dieser Technik wären die Gefreiten in der Einsatzzentrale wohl eher zurecht gekommen.

Aber jetzt mal im Ernst: Was unserer Bundeswehr da passiert ist, ist ein Posse, die peinlicher gar nicht mehr sein kann und ein sehr trauriges Licht auf die Fähigkeit unserer Landesverteidigung wirft. Vorausgesetzt, das Ganze wurde nicht vorsätzlich gemacht, um etwaige Sauereien der KSK im Ausland zu vertuschen. Ich sag nur Murat Kurnaz.

2 Gedanken zu „Wie war das mit der Datensicherung?“

  1. Sommerloch!
    Daten sind verschwunden oder so geheim, daß sie für die meisten einfach garnicht existieren.
    Ein Geheimnis sozusagen. Dafür gibt es sogar ein Amt, den Bundesnachrichtendienst.

  2. Pingback: Roman Moeller: Bundeswehr vernichtet versehentlich Geheimakten!

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