Wieder ein Bauernopfer bei der CSU

Nach den Vorwürfen der CSU-Landrätin Gabriele Pauli gegen die bayerische Staatkanzlei ist Edmund Stoiber gewaltig in die Kritik geraten und mutiert nun seinerseits zum Problembären. Um das Fell des Ministerpräsidenten zu schützen mußte jetzt sein Büroleiter Michael Höhenberger seinen Stuhl räumen. Höhenberger gilt als enger Vertrauter Stoibers und ist seit 30 Jahren in Stoibers Diensten. Ich kann daher kaum glauben, dass die Bespitzelung Paulis ohne Wissen Stoibers erfolgt ist.

Bauernopfer haben eine große Tradition bei der CSU. Letztes richtige prominentes Opfer war 1999 Alfred Sauter. Als Sündenbock in der LWS-Affäre (Landeswohnungs- und Städtebaugesellschaft Bayern GmbH) und mußte er den Kopf für Edmund Stoiber hinhalten. Lediglich wegen der Amigo-Affäre mußte 1993 Max Streibl als Ministerpräsident zurücktreten. Als eher farblose Übergangslösung wurde Streibl 1988 Nachfolger vom plötzlich verstorbenen Franz-Josef Strauß. Inwieweit Stoiber damals verwickelt war ist bis heute umstritten und wurde nie richtig aufgeklärt.

5 Gedanken zu „Wieder ein Bauernopfer bei der CSU“

  1. Daß sein Büroleiter gehen muß, zeigt Stoibers zunehmende Schwäche – vor zwei Jahren wäre das noch ganz anders gelaufen. Mal ganz abgesehen von dieser Geschichte ist dieser Mann m.E. fertig, seine Tage sind gezählt. Er wird langsam sogar für die CSU untragbar.

  2. Pingback: Mein Parteibuch » Ein fiktives Gespräch
  3. Die Männer in der CSU sind anscheinend mit der Stärke und Beharrlichkeit einer Frau überfordert. Man sollte Frauen nie unterschätzen.

  4. Alleine diese Darstellung würde einen jeden zum Handeln bewegen:
    Ein Stoiber – Entfernung zwischen Flughafen und Hbf. München

    Jeztzt wissen wir alle wofür das S in der CSU steht.

    Die Spitzel sitzen überall, in den Kneipen und Bistros.

    Haben die die Hosen voll vor Demokratie und freien unabhängigen Wahlen.

    So ein System kann nicht von einem alleine ausgehen – da haben alle mächtig Dreck am Stecken.

    …stellen Sie sich mal vor, welchen Überwachungsapparat das gibt!
    Das ist Big Brother …

    http://aktion-sozial.de/2006/10/23/der-schlag-ins-gesicht-der-massen-markus-soeder-csu/

    http://www.sueddeutsche.de/,tt4l5/deutschland/artikel/39/45993/

    Aber was soll sonst schon aus einem werden, als ein Generalsekretär,
    wenn er beim Parteisende gelernt hat !

    Wer in Bayern nicht pariert, bekommt Berufsverbot.

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